Geschichte

DOKUARTS wurde 2006 in der Akademie der Künste auf Initiative des Künstlerischen Leiters des Festivals, Andreas Lewin, gegründet. Seither ist das Festival auch international bei FilmemacherInnen, ProduzentenInnen sowie Kulturinstitutionen gefragt. So folgte es 2008 bis 2010 einer Einladung in das EYE Film Institute Amsterdam/Niederlande. José Carlos Avellar lud das Festival in das Instituto Moreira Salles nach Rio de Janeiro/Brasilien ein, wo es seit 2012 regelmäßig mit einem Teil der Filmauswahl zu Gast ist. 2012 kehrte DOKUARTS nach Berlin zurück und findet seither im Zeughauskino des Deutschen Historischen Museums statt.

Hintergrund

FilmemacherInnen fasziniert von jeher das Sujet des künstlerischen Schaffensprozesses und seine Aura des Verborgenen und rational schwer Nachvollziehbaren. Filme über Kunst und KünstlerInnen sind wesentlicher Bestandteil der Filmografien vieler bedeutender FilmemacherInnen wie Agnès Varda, Johan van der Keuken, Albert Maysles, D. A. Pennebaker, Chris Marker, Martin Scorsese, Manoel de Oliveira, Claire Denis und Wim Wenders. Auch junge Filmemacher widmen oft ihren ersten Film Kunst oder KünstlerInnen.

Konzept

DOKUARTS zeigt die Stärken, Vielfalt, Fantasie und Experimentierfreudigkeit des dokumentarischen Genres: Von der Langzeitbeobachtung über den essayistischen Film, vom Kompilationsfilm zur Hommage werden kreative Dokumentarfilme von Filmautoren und Filmdokumente präsentiert, die sich durch ihre künstlerische beziehungsweise dokumentarische Qualität auszeichnen. DOKUARTS fördert dieses wertvolle Genre und ist mit seiner stringenten konzeptionellen Orientierung einmalig in Europa.

Das breite thematische Spektrum der präsentierten Arbeiten der Künstlerinnen und Künstler aus den Bereichen Musik, Literatur, Architektur, Kino, Performance Art, Theater, Malerei, Bildhauerei, Fotografie, Experimentalfilm umfasst u.a.: Nachhaltigkeit, Menschenrechte, Rassismus, Antisemitismus, LGBTQ, Kolonialismus, Feminismus, Geschichte, Utopien, Medienkritik, Inklusion, Philosophie, Gentrifizierung, Ethnologie, Indigene Kulturen u.v.a.

Das international besetzte Symposium, das jeweils dem Festivalprogramm zugeordnet ist, wird aus den filmimmanenten Fragestellungen entwickelt und konzipiert mit dem Ziel der Reflexion und des Zusammenbringens von Kunst, Wissenschaft und Philosophie – so geschehen bei den Fachtagungen Recycled Cinema (2014), Architectures in Motion (2015), Essaydox (2016), Unformatiert/Beyond Format (2018) und Nuances Now (2019).

DOKUARTS zeigt jedes Jahr ca. 25 Filme aus ca. 15 Ländern, wovon fast alle als Deutschlandpremieren präsentiert werden. Das Festival vergibt keine Preise und hat keinen Wettbewerb. Zahlreiche FilmemacherInnen werden nach Berlin zur Diskussion ihrer Filme eingeladen.

Bisherige Gäste (Auswahl)

Agnès Varda, Shirin Neshat, Olivier Assayas, Wim Wenders, Mark Lewis, Johan Grimonprez, Phyllis Lambert, Thomas Elsaesser, William Uricchio, Thomas Schadt, Ebrahim Mokhtari
Bahman Kiarostami, Erik Lieshout, Helmut Lachenmann, Grant Gee, Jennifer Baichwal, Aliona van der Horst, Hans Helmut Prinzler, Stan Neumann, Julie Ahrens, Bruno Monsaingeon, Rania Stephan, Christoph Hübner, Gabriele Voss, Bettina Ehrhardt, Frank Scheffer, Tony Cragg, Verena Bentele, Adam Low, Robert Fischer, Thomas Piper, François Lévy-Kuentz, Sherman de Jesus, Barbara Visser, Khalik Allah, Daniel Schwartz, Harry Gruyaert, Gustavo Salmerón, Mariann Lewinsky Sträuli, Nelson Carlo de los Santos Arias, Tadhg O'Sullivan, Teri Wehn-Damisch, Rima Yamazaki, Ila Bêka, Louise Lemoine, Oeke Hoogendijk, Jane Magnusson, Siobhan Davies, Emilio Maillé u.v.a.