CALL FOR ENTRIES GESCHLOSSEN

Der Call for Entries für die 12. Ausgabe von DOKUARTS ist geschlossen.

Wir freuen uns über das große Interesse, bedanken uns bei allen Teilnehmer*innen und versenden Rückmeldungen zum Auswahlverfahren bis spätestens 1. Juli 2019.

DOKUARTS 12: NUANCES NOW

„Maxima in Minimis“ oder mit Alexander Kluge „Die Lücke die der Teufel lässt“, so könnte man die Bedeutung der Nuance umschreiben. Die Nuance als ein Gegenmittel zur überdrehten Polarisierung der politischen und kulturellen Diskurse erscheint gerade heute wieder von großer Bedeutung.

Das Festival DOKUARTS 12 stellt den nuancierten Dokumentarfilm im 21. Jahrhundert als gleichermaßen historisch aufgeladene wie zukunftsweisende Kunstform vor. Nuancen sind für das dokumentarische Filmschaffen von fundamentaler Bedeutung. Das neue Projekt NUANCES NOW entwickelt ein Sensorium für den Einsatz und das Verständnis von Nuancen im audiovisuellen Bereich. Diese Filme beweisen ein Gespür für Halb- und Zwischentöne, diffizile Spannungen, Sinnturbulenzen und Ambiguitäten. Für Dokumentarist*innen und Filmemacher*innen bilden Ambivalenzen wichtige Wahrnehmungs- und Ausdrucksweisen in der künstlerischen Arbeit.

SAVE THE DATE: Symposium

Zusätzlich zur Filmwerkschau wird am 11. Oktober ein internationales Symposium veranstaltet.

EUROPÄISCHER FILMPREIS

Bergman - A Year in a Life, der Eröffnungsfilm von DOKUARTS 2018 wurde mit dem Europäischen Filmpreis für den besten Dokumentarfilm 2018 ausgezeichnet. Herzlichen Glückwunsch an die Regisseurin Jane Magnusson und ihr Team!

DOKUARTS 11

Die elfte Ausgabe von DOKUARTS umfasste 24 neue Dokumentarfilme aus 16 Ländern, darunter 12 Arbeiten von Filmemacherinnen. Alle Filme waren erstmalig in Berlin zu sehen, die meisten als Deutschlandpremieren. Zahlreiche Filmemacher*innen stellten ihre Arbeiten persönlich vor, darunter Filme mit und über:

Hal Ashby, Luis Barragán,
Ingmar Bergman, Milford Graves,
Harry Gruyaert, Michel Houellebecq,
Alfredo Jaar, Stanley Kubrick,
Yayoi Kusama, Agnes Martin,
Rocío Molina, Haruki Murakami,
Iggy Pop, Raghu Rai, Raoul Ruiz,
Daniel Schwartz, Garry Winogrand,
Joel-Peter Witkin und Jerome Witkin
.

DOKUARTS zeigt das gesamte faszinierende und lebendige Formenspektrum des zeitgenössischen unformatierten dokumentarischen Schaffens. Insbesondere unkonventionelle persönliche Künstlerportraits, Essayfilme, Langzeitbeobachtungen und die Dokumentation von Arbeitsprozessen sind selten geworden in der deutschen Medienlandschaft, erfreuen sich jedoch international großer Beliebtheit bei Filmemachern und dem Publikum, obwohl sie meist nur am Rande der großen Festivals vereinzelt aufzufinden sind. Alle Künste können hierbei vertreten sein: Musik, Literatur, Malerei, Bildhauerei, Architektur, Literatur, Lyrik, Theater, Kino, Fotografie, Tanz, Konzeptkunst, Experimentalfilm, Schauspiel, Filmmontage.

DOKUARTS präsentiert mit seinem Programm das Gedächtnis der Künste und ihre Bedeutung für die Gegenwart. Das Projekt stellt eine in Europa einmalige Plattform für Filme-
macher*innen, Wissenschaftler*innen und Künstler*innen zum Austausch über genrespezifische Filme und Diskurse zur Kunst dar.

Im Rahmen des European Month of Photography wurden 6 Filme zur Kunst der Fotografie am Wochenende 12.-14. Oktober gezeigt. Europa- und Deutschlandpremieren und die Anwesenheit der Fotografen Harry Gruyaert und Daniel Schwartz prägten dieses zweite Festivalwochenende.

Das letztjährige Symposium Unformatiert / Beyond Format fand in Kooperation mit dem European Documentary Network statt. Es setzte sich mit der historischen, gegenwärtigen und fortschreitenden Formatisierung der Medien- und Kulturlandschaft, sowie mit den Zusammenhängen zwischen Produktionsbedingungen, Ästhetik und Politik von Filmen zur Kunst auseinander und diskutierte Zukunftsperspektiven für den unformatierten Dokumentarfilm.