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Jacqueline de Jong - The Art Rebel

„It’s about looking hard!“, sagt die niederländische Künstlerin Jacqueline de Jong in einem ruhigen Moment des ihr gewidmeten Filmporträts, das sich lustvoll und mit Humor auf die rebellische Energie der heute 80-Jährigen einlässt. Die Biografie de Jongs ist atemberaubend: Flucht vor den Nazis, Studium in Paris und London, Rückkehr nach Amsterdam, Beziehungen zu Asger Jorn und den Situationisten, politischer Aktivismus.
Der französische Filmemacher François Lévy-Kuentz nähert sich der scharfzüngigen Künstlerin auf unkonventionelle Art, indem er eine filmische Form wählt, die sich - wie de Jong selbst - nur schwer einordnen lässt. Aus Archivmaterial, Gesprächen mit der Künstlerin und Bildern ihrer Arbeit kreiert er eine mitreißende Collage. De Jongs künstlerisches Credo „Erotik, Humor, Gewalt“ gibt dem Film sein Tempo, das durch die rasante Musik unterstützt wird. Dabei wird deutlich, dass diese Rebellin vor allem eines ist: eine Beobachtungskünstlerin.

(abe)

François Lévy-Kuentz

Der französische Autor und Regisseur François Lévy-Kuentz wurde 1960 in Paris geboren. Er stu-dierte Film an der Sorbonne Nouvelle – Université Paris III und begann daraufhin seine Karriere als Assistent bei Dokumentarfilmproduktionen. Sein Debütfilm zur Kunst war „Man Ray, 2 bis rue Férou" (1989). In den darauffolgenden drei Jahren verfasste Lévy-Kuentz für das Ramdam Magazin rund 50 Künstlerporträts über Maler, visuelle Künstler und Autoren. 1994 war er für die Sendung Aux Arts et cætera auf Paris Premiere verantwortlich. Zwischen 1999 und 2001 drehte Lévy-Kuentz für Arte verschiedene Porträts über Filmemacher wie Jean Painlevé, Rainer W. Fassbinder oder Luis Buñuel. Seit mehr als 20 Jahren widmet François Lévy-Kuentz seine dokumentarische Arbeit Filmen zur Kunst und Künstlern, darunter Pascin, Marc Chagall, Yves Klein, Salvador Dalí, Piet Mondrian und Alexander Calder sowie Filmen über den Piktorialismus („Le scandale impressionniste"; „Quand l’art prend le pouvoir").