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The Great Buster - A Celebration

Die rund dreißig Kurzfilme und zehn Spielfilme, in denen Buster Keaton auf der Höhe seines Schaffens in den Zwanzigerjahren als Schauspieler (und Regisseur) wirkte, gehören zu den Glanzstücken des Stummfilms, die anzuschauen man nicht müde wird. Als Keaton jedoch 1928 sein eigenes Studio verlässt und zu MGM wechselt („der größte Fehler meines Lebens!“), sinkt das Niveau seiner Arbeit dramatisch. Scheidung und Alkoholabhängigkeit folgen. Erst Charlie Chaplin, der ihm eine Rolle in Limelight (1951) gibt, „rettet“ Keaton. Es ist gut, diese Geschichte von Keatons Fall und Wiederaufstieg noch einmal von kompetenter Seite erzählt zu bekommen. Peter Bogdanovich, selbst ein erfahrener Komödien-Regisseur, widmet dem großen Buster einen Film, der mit neu entdecktem Archivmaterial und Kommentaren von Mel Brooks, Werner Herzog, Quentin Tarantino und anderen aufwartet, allesamt – wie Bogdanovich selbst – Bewunderer dieses Ausnahmekünstlers.

(mlf)

Peter Bogdanovich

Peter Bogdanovich begann seine Karriere als Schauspieler, Theaterregisseur und Autor. 1966 stieg er als Assistent von Roger Corman am Set von „The Wild Angels“ in die Filmwelt ein. Corman war es auch, der Bogdanovichs ersten Film als Regisseur, Drehbuchautor, Produzent und Schau-spieler finanzierte: den Kultthriller Targets von 1968, mit Boris Karloff in der Hauptrolle. In den da-rauffolgenden Jahren veröffentlichte Bogdanovich eine Reihe erfolgreicher Filme als Regisseur und Drehbuchautor, darunter die vom American Film Institute in Auftrag gegebene Dokumentation „Directed by John Ford“ (1971), das historische Drama „The Last Picture Show“ (1971), die roman-tische Komödie „What’s Up, Doc?“ (1972) und das komödiantische Drama „Paper Moon“ (1973). In den nächsten zwei Jahrzehnten führte Bogdanovich Regie bei einer Reihe von öffentlichkeitswirk-samen und hochkarätig besetzten Produktionen wie „At Long Last Love“ (1975), „They All Laughed“ (1981), „Mask“ (1985) und „Texasville“ (1990). 2014 führte er Regie und war Mitautor des Drehbuchs von „She’s Funny That Way“. Er arbeitete außerdem zusammen mit dem Produzenten Frank Marshall an der Vervollständigung der Restaurierung des unvollendeten Films von Orson Welles „The Other Side of the Wind“, gedreht zwischen 1970 und 1976, in dem Bogdanovich in einer der Hauptrollen auftrat. Der Film feierte im Herbst 2018 Premiere.