DOKU.ARTS
Zeughauskino Berlin
19.09.–14.10.2012

save the date: symposium nuances now oct 11

things which have passed, but still have impact

„Lewis’ Interesse an Ausgedientem und Verwaistem betrifft Gebäude und Orte, die in seinen Arbeiten wiederkehren; vor allem erinnert sein Gebrauch der Rückprojektion jedoch an Walter Benjamins Gedanken, dass scheinbar Veraltetes neues Leben bergen kann.“ (Laura Mulvey)
Ausgangspunkt von Mark Lewis’ Vortrag ist ein Zitat des Filmpioniers Louis Lumière: „Das Kino ist eine Erfindung ohne Zukunft.“ Lewis wird in diesem Zusammenhang Filmbeispiele zeigen und kommentieren, die sich damit beschäftigen, wie der (Dokumentar-)Film insbesondere unter Verwendung klassischer Techniken und Verfahren das alltägliche Leben darstellen und in Filmkunst verwandeln kann. Es geht darum, „wie Film außergewöhnlich und zugleich gewöhnlich ist. Wie sein Versprechen das Versprechen der Moderne ist und damit auch das Versagen der Moderne teilt; wie der Film es bei seiner ‚Erfindung‘ nicht geschafft hat, wirklich modern zu sein, weil er sich zugleich außerhalb des Experimentierfelds und des Ikonoklasmus der Avantgarde befand […]; wie seine Modernität schließlich auf anderen Wegen zustande kam.“ (Mark Lewis)

Mark Lewis

Mark Lewis lebt und arbeitet in London, wo er als Professor der bildenden Künste beim Central Saint Martins College of Art and Design und Herausgeber des Afterall Journal und von Afterall Books tätig ist. Seine Filme wurden weltweit in Museen und Gallerien gezeigt und seine Arbeiten sind Teil vieler Sammlungen, u. a. im MoMA, Centre Pompidou und in der National Gallery of Canada. 2009 repräsentierte Lewis Kanada bei der Biennale in Venedig. Zur Zeit arbeitet er an einem Filmprojekt über die Anfänge des Kinos und 2014 wird ihm eine Einzelausstellung im Louvre gewidmet sein.