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Zeughauskino Berlin
10.09.–12.10.2014

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Final Cut: Hölgyeim és uraim

Der Zauber des Kinos, so könnte man sagen, liegt nicht in den Geschichten, die es erzählt, sondern in den menschlichen Gesten, die es beleuchtet: die Art und Weise, wie wir Raum einnehmen und unserem Alltag nachgehen. Was etwa ist morgendliche Routine? Wir stehen auf, duschen, putzen uns die Zähne, begrüßen unseren Lebenspartner am Frühstückstisch. Wir gehen aus dem Haus und kehren anders gestimmt zurück. Der ungarische Regisseur György Pálfi, bekannt für exzentrische Filme wie Hukkle (2002) und Taxidermia (2006), hat nun aus einer Anthologie derartiger Gesten einen wundersamen Film erschaffen, indem er sich aus über 500 existierenden Filmen „bediente“ und ihnen Ausschnitte entnahm. Final Cut ist eine Hommage an das „Zappen“, sei es zwischen verschiedenen Fernsehkanälen oder im Internet auf diversen Videoplattformen. Jedoch steht der Film als ein Kunstwerk für sich, das den Zuschauer auf einer traumähnlichen Reise in die Welt des Unbewussten führt.

György Pálfi

Der junge ungarische Filmregisseur György Pálfi gewann mit seinen zwei Spielfilmen mehrere Auszeichnungen, darunter den Preis als „bester Nachwuchsregisseur“ beim Festival Internacional de Cine de Donostia-San Sebastián, den Fassbinder-Preis bei der Verleihung des Europäischen Filmpreises und den Hauptpreis auf der Ungarischen Filmwoche. Sowohl Hukkle – Das Dorf (2002) als auch die sich über drei Generationen erstreckende, groteske Komödie Taxidermia (2006) wurden auf Filmfestivals und in Programmkinos weltweit gezeigt und als ungarische Beiträge für eine Nominierung als „bester fremdsprachiger Film“ bei den US-Academy Awards eingesandt.