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Zeughauskino Berlin
10.09.–12.10.2014

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La guerra dei vulcani

Ende der 1940er Jahre wandte sich Hollywood-Ikone Ingrid Bergmann mit einem Brief an den italienischen Regisseur Roberto Rossellini, um in einem seiner nächsten Filme mitzuspielen. Rossellini arrangierte ein Treffen und die beiden gefeierten Stars verstanden sich auf Anhieb bestens. Ein auf der Insel Stromboli spielendes Melodrama sollte das nächste Filmprojekt des Regisseurs werden – mit Bergman in der Hauptrolle. Einziges Problem: Rossellini lebte mit Anna Magnani zusammen, der berühmtesten Schauspielerin Italiens jener Zeit. Diese Melange war der Auftakt zu einem titanischen Kräftemessen in einem explosiven Liebesdreieck vor mediterraner Kulisse. Auf Rache sinnend, verkündete die eifersüchtige Magnani ein zeitgleiches Filmvorhaben unter der Regie des US-Amerikaners William Dieterle. Schauplatz war Vulcano, eine Nachbarinsel Strombolis. Francesco Patiernos Dokumentarfilm setzt raffiniert Material aus beiden Filmen ein, um jenen leidenschaftlichen Skandal zu rekonstruieren, der für kurze Zeit Italien und die Filmwelt in Atem hielt.

Francesco Patierno

Francesco Patierno wurde 1964 in Neapel geboren. Er studierte Architektur und arbeitete in Rom als Art Director einer Werbeagentur. Später war er Set-Designer und Regisseur für die Fernsehanstalt RAI, bevor er sich auf die Realisierung von Dokumentarfilmen, Musikvideos und Werbefilmen verlegte. Seinem Drang nach künstlerischer Weiterentwicklung folgend, drehte er 1996 mit Quel Giorno seinen ersten Kurzfilm, der auf zahlreichen internationalen Festivals gezeigt wurde. 2010 kehrte Francesco Patierno mit der von Sergio Araus Film A Day Without a Mexican (2004) inspirierten Komödie Cose dell'altro mondo zum Kino zurück.