DOKU.ARTS
Zeughauskino Berlin
10.09.–12.10.2014

save the date: symposium nuances now oct 11

To Hell with Culture

Der einflussreiche Dichter, Kunstkritiker und bekennende Anarchist Herbert Read (1893-1968) schrieb 1943 einen Essay mit dem Titel To Hell with Culture, in dem er seine Ideen für eine auf Zusammenarbeit beruhende Zivilisation darlegte. In dieser sollte Kultur nicht länger eine getrennt von der Gesellschaft existierende Ware, sondern ein integraler Bestandteil des täglichen Lebens sein. To Hell with Culture befasst sich in explorativer Form mit Reads Erbe, um seinen einzigartigen Beitrag zur Moderne aufzuarbeiten und wiederzubeleben. Der Film verwendet Interviews, Lesungen, Archivaufnahmen (darunter unveröffentlichte Aufnahmen von Read selbst) und die Landschaft von Yorkshire, um ein poetisches Porträt von Reads beherrschenden Themen zu zeichnen. Er stützt sich nicht nur auf Reads Lebensgeschichte, die für seine Kunst-, Natur- und Gesellschaftsphilosophie von zentraler Bedeutung ist, sondern basiert ebenso auf Gesprächen mit Künstlern, Dichtern, Kuratoren, Historikern sowie Reads Kindern und fragt, wie wir seine Ideen und Ansätze zur Ökonomisierung der Kultur in unserer heutigen Gesellschaft anwenden können.

Huw Wahl

Huw Wahl wurde 1985 in London geboren. Er schloss sein Fotografiestudium an der University of Central Lancashire mit einem Master ab, und seine Arbeiten wurden im ICA London, der Cube Gallery in Manchester, dem Museum of Architecture and Design in Slowenien und der King's Gate Gallery in London ausgestellt. Er arbeitet als Performer, Künstler und Filmemacher in Manchester. Zu seinen Filmen zählt auch Help Yourself Manchester (2012). Wahl erhielt 2013 eine Förderung des britischen Arts Council und gewann 2012 ein Stipendium der Royal Photographic Society.