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Zeughauskino Berlin
10.09.–12.10.2014

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Jaffa - The Orange's Clockwork

Wer kennt sie nicht, die Jaffa-Orange? Seit Jahrzehnten ist sie lecker, gesund und weltbekannt. Selbst Stars wie Ingrid Bergman und Louis Armstrong posierten für sie – die Marke „Jaffa“ war die Coca-Cola der Fruchtsäfte. Die Geschichte der Hafenstadt Jaffa, heute ein Stadtteil von Tel Aviv, war bis Anfang des 20. Jahrhunderts eine der lebendigsten und kosmopolitischsten Städte des Nahen Ostens – kulturell, ökonomisch und politisch. Über Jahrhunderte wurden in ihrem Umland Orangen kultiviert und der Export der palästinensischen Jaffa-Orangen durch den Hafen gewährleistet. Anhand von einzigartig komponiertem Archivmaterial spürt Eyal Sivan in 'Jaffa – The Orange’s Clockwork' der Orangen-Marke nach: Er zeigt israelischen und palästinensischen Intellektuellen und Mitarbeitern der Zitrusindustrie alte Fotos, frühe Filmaufnahmen, Werbefilme und Plakate, politische Poster sowie Malerei rund um die Frucht. Sie erinnern, reflektieren und analysieren am Beispiel der Jaffa-Orangen ihre eigene Geschichte und die ihres Landes jenseits nationalistischer Historiografie.

Eyal Sivan

Eyal Sivan ist Dokumentarfilmer und Essayist; zur Zeit ist er Ko-Leiter des Master-Programms für Film, Video und Neue Medien an der School of Humanities and Social Sciences der University of East London (UEL). 
Er wurde in Haifa im Norden Israels geboren und wuchs in Jerusalem auf. Nachdem er einige Zeit als professioneller Modefotograf in Tel Aviv gearbeitet hat, verließ er Israel 1985 und ließ sich in Paris nieder. Seither teilt er seine Zeit zwischen Europa und Israel. Er hat Regie bei mehr als zehn politischen Dokumentarfilmen geführt und zahlreiche weitere produziert. Seine Filme wurden auf vielen prestigeträchtigen Festivals gezeigt und ausgezeichnet.